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Mit dem Fahrrad um den Bodensee: 3 Länder in 7 Tagen

Blick auf den Bodensee mit Segelboot

Eines der schönsten Urlaubsziele in Deutschland, Österreich und der Schweiz: der Bodensee.

In Sonnencreme mariniert am Strand faulenzen ist nicht Ihre Idealvorstellung von Urlaub? Sie wollen sich stattdessen bewegen, etwas erleben? Ihr Drahtesel ist wie eine Verlängerung Ihres Körpers, von der Sie sich auch im Urlaub nicht trennen wollen? Wenn Sie alle drei Fragen mit einem enthusiastischen „Ja!“ beantwortet haben, sollten Sie weiter lesen. Denn wir zeigen Ihnen den beliebtesten Radweg Europas: den Bodensee-Radweg. Also aufgesessen und los geradelt!

Im nördlichen Alpenvorland gelegen, bildet der Bodensee das sogenannte Dreiländereck zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das gibt uns die Chance, gleich drei Länder zu entdecken und die herrliche Alpenlandschaft zu genießen. Zahlreiche Orte und Attraktionen liegen auf unserem Weg, weswegen die einzelnen Etappen relativ kurz sind. Das wiederum macht diese Tour auch so attraktiv für Familien oder noch nicht ganz so ausdauernde Radler.
Um unseren Trip zu organisieren haben wir mehrere Möglichkeiten. Entweder wir setzen auf Sicherheit und Komfort und buchen eine Tour inklusive Übernachtungen bei einem der zahlreichen Anbieter oder wir sind abenteuerlustig und spontan, stecken nur unsere Route ab und suchen uns unser Nachtlager direkt vor Ort. Selbstverständlich können Sie die Frage der Unterbringung auch vorab in Eigenregie abklären. Wie Sie sich auch entschieden haben, jetzt geht’s los.

Imperia in konstanz

Die berühmte Statue der Imperia im Konstanzer Hafen. CC: digital cat

Tag 1
Wir beginnen unsere Radtour in der größten Stadt am Bodensee, in Konstanz. Direkt an der Grenze zur Schweiz gelegen, ist sie mit der schweizerischen Nachbarstadt Kreuzlingen zusammengewachsen, sodass die Staatsgrenze zwischen einzelnen Häusern verläuft. Die Stadt hat eine lange Geschichte und bietet auch heute noch mittelalterliches Flair. Mit zahlreichen Museen, eindrucksvollen Bauten aus verschiedensten Epochen und berühmten Denkmälern bietet Konstanz Kulturinteressierten ein breites Spektrum an Unterhaltung. Der herrliche Ausblick auf den Bodensee, sowie zahlreiche Wanderrouten machen Konstanz auch für Naturliebhaber attraktiv.

Tag 2
Nach einem ereignisreichen Tag in Konstanz ist es nun an der Zeit aufs Rad zu steigen und sich der ersten Etappe unserer Tour zu stellen. Von Konstanz aus radeln wir auf die Insel Reichenau, die seit 2001 zum UNESCO Weltkultur- und Weltnaturerbe zählt. Hier setzen wir mit einem Schiff über auf die Halbinsel Höri; genauer gesagt in die Gemeinde Gaienhofen. Und weil wir nach der Schiffsfahrt wieder fit sind, geht es über Hemmenhofen und Öhningen gleich weiter nach Stein am Rhein. Dieses von Toren und Türmen eingerahmte schweizerische Städtchen besticht durch seine malerische Altstadt mit bemalten Häuserfassaden, Fachwerkhäusern, Erkern und kleinen Gassen. Nach ca.25 Kilometern Strecken dürfen wir uns nun wirklich ausruhen und den Tag entspannt ausklingen lassen.

Blumeninsel Mainau mit Blick auf den Bodensee

Die Blumeninsel Mainau überwältigt mit subtropischer Vegetation. CC: k4dordy

Tag 3
Heute haben wir eine längere Strecke vor uns; ca. 45 Kilometer gilt es zu bezwingen. Doch der Ausblick entlang der Route entlohnt uns sicher für jeden einzelnen vergossenen Schweißtropfen. Über einen Steg gelange wir auf die Insel Werd, wo wir, so wir denn möchten ein winziges Franziskanerkloster besichtigen können. Auf schweizerischer Seite immer entlang des Sees, durchqueren wir zahlreiche kleine Fischerdörfer mit hübschen Fachwerkhäuschen. Auf unserem Weg fahren wir nochmal an Konstanz vorbei, radeln aber direkt weiter zur Blumeninsel Mainau. Auf dem tropfenförmigen Eiland wachsen wegen des günstigen Bodenseeklimas subtropische und tropische Pflanzen. Nach einem weiteren Stück Fahrt, setzen wir mit dem Schiff von Wallhausen über nach Überlingen, wo unsere heutige Etappe endet.

Tag 4
Von Überlingen führt uns unser Weg an der Wallfahrtskirche Birnau vorbei, über Uhldingen bis hin nach Meersburg, wo sich die uralte merowingische Burg zu einem Besuch anbietet. Weinliebhaber und Freunde der Luftfahrt kommen in den folgenden zwei Stationen auf ihre Kosten. Denn wir durchqueren die Winzerdörfer Immenstaad und Hagnau und beenden unsere Tagestour in Friedrichhafen, der Zeppelinstadt.

Stein_am_Rhein_bemalte Fassade

Die Altstadt von Stein am Rhein begeistert mit den vielen bemalten Häuschen. CC: Simon Aughton

Tag 5
Heute legen wir gute 40 Kilometer zurück und besuchen unsere österreichischen Freunde. Zunächst geht es aber nach Langenargen. Hier steht das Vorbild für die berühmte Golden Gate Bridge in San Francisco. Durch weitreichende Obstplantagen gelangen wir nach Lindau. Die bayrische Stadt am östlichen Ufer des Bodensees ist nicht nur wegen ihrer berühmten Altstadt einen Besuch wert. Wir wollen aber heute noch österreichischen Boden betreten und fahren deshalb direkt am See entlang bis nach Bregenz, die bekannte Festspielstadt mit ihrer sensationellen Seebühne.

Tag 6
Wenn wir uns genügend in Bregenz getummelt haben, satteln wir die Räder und überqueren den Rhein bei Hard. Weiter geht’s in das schweizerische Altenrhein, wo sich ein Besuch der Hundertwasser-Halle lohnt, die das letzte Bauwerk des Künstlers war. Anschließend treten wir nochmal in die Pedalen bis wir Staad hinter uns gelassen und die Hafenstadt Rorschach in St. Gallen erreicht haben.

Tag 7
Unser letzter Tag am Bodensee bricht an. Durch den Kanton Thurgau mit seinem bemerkenswerten Apfelanbau und den kleinen beschaulichen Dörfern, treten wir die Rückreise nach Konstanz an. Und so endet unsere Bodensee-Radtour nach ca. 40 Kilometern Fahrt, wo sie vor 7 Tagen begonnen hat.

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Tags:Baden-Württemberg, Bodensee, Deutschland, Europa, Fahrradtour, Österreich, Schweiz

Eine Antwort zu “Mit dem Fahrrad um den Bodensee: 3 Länder in 7 Tagen”

  1. Manfred sagt:

    Hallo,

    ein S E H R guter Artikel!
    Lässt sich gut lesen und macht von der Einleitung an Spaß. Es ist auch sehr schön, die Tour anhand von 7 Tage zu beschreiben.
    Eine kleine Ergänzung: Ich finde im März/April oder im Oktober macht es noch mehr Spaß, da dann nicht so viele Radfahrhungrige unterwegs sind, und man die Strecke fast für sich alleine hat. An Wetterfeste Kleidung sollte man dann natürlich schon denken!

    Ich selbst freue mich schon wieder, sobald es los geht.
    Liebe Grüße
    Manfred

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