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Wie Brunetti: Als Feinschmecker durch Venedig

Bild Venedig, Italien

Lagunenstadt Venedig

Commissario Brunetti zählt wohl zu den berühmtesten Venezianern, auch wenn es sich dabei lediglich um eine von Donna Leons geschaffene Krimifigur handelt. Die Romanfigur beweist nicht nur einen guten Spürsinn für Verbrechen, sondern ebenfalls einen vorzüglichen Geschmack. Daher können Urlauber, die auf Feinschmeckerreise durch Venedig gehen wollen, die Geschichten als Reiseführer betrachten.

Auf den Spuren von Brunetti
Die gebürtige Amerikanerin und Autorin der Brunetti-Krimis hat mit ihren Werken ihrer Wahlheimat Venedig ein Denkmal gesetzt. So beschreibt sie nicht nur Verbrechen detailverliebt, sondern ebenfalls den Schauplatz des Geschehens – Venedig – in seinen schillernden und melancholischen Facetten. Donna Leons Romanfigur ist eine gute Inspiration für Reisende, die nicht die Touristenhighlights des italienischen Städtchens abklappern, sondern sie wie ein echter Venezianer erleben wollen. Ganz ohne andere Touristen geht es in der Lagunenstadt jedoch nicht. Schließlich wird Venedig jährlich von rund 30 Millionen Reisenden besucht. Toni Sepeda verfasste diesbezüglich den 360 dicken Reisführer „Mit Brunetti durch Venedig“, der im Diogenes Verlag erschienen ist.

Nur zur späten Stunde
Es ist kein seltenes Bild, dass sich Venezianer tagsüber den Weg durch die Touristenströme, Schulklassen und Souvenirverkäufer zwischen Campanile, Basilica San Marco und Dogenpalast bahnen müssen. Commissario Brunetti meidet den Markusplatz deshalb am Tag und ermittelt lieber nachts, wie im Fall „Venezianisches Finale“. Auch für Urlauber lohnt es sich die Schönheit des Piazza San Marco in der Nacht zu bewundern, wenn die Gebäude stimmungsvoll beleuchtet sind.

Im Stadtteil Castello, in der Nähe des Kommissariats, befindet sich das Lieblingsrestaurant von Brunetti, das auch im realen Leben existiert – die Trattoria Da Remigio (Sestiere Castello, 3416). Urlauber können hier leckere Fischgerichte genießen. Alle Speisen werden dabei mit frischem Fisch vom Fischmarkt La Pescheria zubereitet. Für Reisende, die gern früh aufstehen und geruchsunempfindlich lohnt sich ein Abstecher auf diesem Markt nahe der Rialto-Brücke (San Polo 321). Bereits seit dem 14. Jahrhundert wird dort der Fischmarkt abgehalten, der 1907 in ein neogotisches Gebäude umgezogen ist. Angrenzend gibt es ebenfalls einen Obst- und Gemüsemarkt, auf dem Urlauber frische, fruchtige Snacks für das Sightseeing kaufen können.

Lieber in Traditionslokale
Rund um die Rialto-Brücke am Canal Grande befinden sich unzählige Restaurants, die ein „menu turistico“ anpreisen. Die Gerichte sind jedoch meist überteuert und im Vergleich zu wahren Traditionslokalen eher fad. Auch Brunetti meidet diese Art von Restaurants. Ihn verschlägt es dagegen in kleine Lokale wie das Antico Dolo (Ruga Rialto,778) oder das Do Mori (Sestiere San Polo, 429). Diese Restaurants eignen sich auch, um den Tag mit einem Glas Wein, „un ombra“, wie es die Venezianer nennen, ausklingen zu lassen. Dazu werden den Gästen „Cicchetti“, kleine Leckereien ähnlich der spanischen Tapas, wie beispielsweise eingelegte Fischbällchen, gereicht.

Bild Venedig, Italien

Venedigs Restaurants sind eher preisintensiv.

Der beste Bellini der Stadt
In der Nähe des Markusplatzes befindet sich das berühmte Luxushotel Gritti (Campo Santa Maria del Giglio, 2467) sowie die populäre Harry´s Bar (Calle Vallaresso, 1323), wo der Besitzer Arrigo Cipriani den Bellini-Cocktail und das Carpaccio erfand. Urlauber können sich auf erlesene Gaumenfreuden in fester sowie flüssiger Form freuen, denn bis heute ist das Lokal in Familienbesitz. Richtig teuer wird es im Caffè Florian. Dort kostet ein Cappuccino gut und gerne 15 Euro. Das Ambiente des fast 300 Jahre alten Kaffeehauses gibt es umsonst dazu. Auch Brunetti nimmt dort in den Romanen hin und wieder Platz.

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Tags:Europa, Gastronomie, Italien, Städtereise, Venedig

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